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Zuletzt aktualisiert am: 31.07.2022

Augsburger Friedensinitiative

Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) ist ein lockeres Bündnis aus verschiedensten Organisationen und engagierten Einzelpersonen die gegen Krieg und Militarismus aktiv sind. Sie besteht seit 1980 und führt unter anderem den Augsburger Ostermarsch und die Augsburger Friedenswochen durch. Die AFI ist überparteilich und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts ein. Sie fordert darüber hinaus die Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.
Die AFI ist ebenfalls Mitglied des Bündnisses Augsburg handelt, das Fridays for Future unterstützen will und sich hinter die Forderung nach einer ensthaften Klimapolitik stellt.

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Sitemap:

  • Info: Aktuelle Termine und die Tagesordnung des AFI-Treffens. (Update 31.07.22)
  • Archiv: Aktionen, Flugblätter, Programme und ältere AFI-Tagesordnungen. (Update 06.06.22)
  • Galerie: Fotos von AFI-Aktionen (12.11.09)
  • Links: Links zu Seiten anderer Friedensorganisationen und Online-Magazinen. (Update 22.05.21)
  • Kontakt: So können Sie Kontakt zu uns aufnehmen und zu den AFI-Treffen kommen. Hier finden Sie auch das Impressum und die Datenschutzerklärung. (Update 30.06.19)

In eigener Sache:
Mit der Absenderadresse "info@augsburger-friedensinitiative.de" versehene E-Mails mit Viren im Dateianhang stammen nicht von uns. Sie werden mit einer gefälschten Absenderadresse von Rechnern verschickt, die tatsächlich infiziert sind. Weitere Informationen unter: www.antivir.de/infos/index.html


Aktuelles:

Broschuere_40_Jahre.jpgDas vierte Jahrzehnt

Broschüre zu 40 Jahren Augsburger Friedenswochen

Die Broschüre Das vierte Jahrzehnt – 40 Jahre Augsburger Friedenswochen gibt einen Rückblick auf die letzten 10 Jahre Friedensarbeit in Augsburg .
Sie ist unter unter info@augsburger-friedensinitiative.de zum Preis von 3,00 Euro zzgl. der Portokosten bestellt werden, wir verschicken sie dann per Post.




Mayors for Paece

Mayors for Peace – Flaggenaktion

Sonntag, 31. Juli 2022 um 11:00 Uhr vor dem Oberhauser Bahnhof

 Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Am 31.07.2022 um 11 Uhr wird Ordnungsreferat Frank Pintsch die Fahne der Mayors for Peace bei der Kleinen Friedenstafel in Oberhausen (vor dem Oberhauser Bahnhof) als Symbol für ein friedliches Miteinander der Friedensstadt, in Europa und der Welt hissen. Die AFI wird die Aktion vor Ort mit Transparenten unterstützen.

Weitere informationen zu den Mayors for Peace Deutschland.


Schwerter zu Pflugscharen

Die gewaltfreie Verteidigung der Friedensstadt

Werkstatt für die soziale Verteidigung Augsburgs durch seine Bevölkerung
28. Jul 2022, 18:30 Uhr , Apostelin-Junia-Kirche, Sheridan Park, Siegfried-Aufhäuser-Str. 25

Städte sind auch in der modernen Kriegführung bevorzugte Angriffsziele. Doch die Zivilbevölkerung kann mehr sein als hilfloses Opfer der Aggression. Seit Indien 1947 nach langfristigem gewaltfreien Kampf aus britischer Kolonialherrschaft befreit wurde, werden Konzepte ziviler Verteidigung entwickelt. Neuere Studien sehen gewaltfreien Widerstand doppelt so erfolgreich wie militärische Verteidigung. Die Werkstatt will konkrete Perspektiven entwickeln zur sozialen Verteidigung Augsburgs.

Flyer zum Download

Veranstalter: Mennonitengemeinde Augsburg, pax christi Augsburg, Augsburger Friedensinitiative (AFI)



Sicherheit neu denken

Sicherheit neu denken

Impulse für eine neue friedenspolitische Sicherheitsarchitektur in Europa
27. Juli 2022, 18:30 Uhr , Augustanasaal, Augsburg

Der Krieg in der Ukraine verdeutlicht die großen Herausforderungen für den künftigen Frieden in Europa. Welche Optionen stehen zur Verfügung? Ist die Erhöhung der Militärbudgets, die Lieferung von Waffen in Spannungsgebiete und eine militärisch dominierte Sicherheitspolitik der beste Weg oder gibt es dazu Alternativen?
In der Evangelischen Landeskirche in Baden wurde das Konzept einer Zivilen Sicherheitspolitik entwickelt. Dieses Szenario „Sicherheit neu denken“ zeigt auf, wie Deutschland analog dem Ausstieg aus der Atom- und Kohleenergie bis zum Jahr 2040 die militärische Aufrüstung überwinden könnte. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion.
Ralf Becker, Koordinator der zivilgesellschaftlich-kirchlichen Initiative „Sicherheit neu denken“ stellt dieses Szenario sowie entsprechende politische Analysen vor, die die Initiative in Gespräche mit führenden Koalitionspolitiker*innen, der Bundeswehr und der Münchner Sicherheitskonferenz einbringt. Im Podiumsgespräch mit dem Evangelischen Regionalbischof Axel Piper und der Bundesvorsitzenden von pax christi Stefanie Wahl werden Fragen und neue Herausforderungen einer Zivilen Sicherheitspolitik diskutiert, und anschließend sind alle Teilnehmenden zum Gespräch über das Szenario eingeladen.

Moderation: Prof. Christoph Weller, Friedens- und Konfliktforscher an der Universität Augsburg.
Eine Kooperation von Evangelisches  Forum Annahof; Universität Augsburg Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung; Augsburger Friedensinitiative; pax christi Augsburg; Stadt Augsburg.

Flyer zum Download. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Friedensfest 2022 statt.


Augsburger Friedensfest 2022

Kulturprogramm mit mehr als 70 Veranstaltungen

Das Kulturprogramm zum Augsburger Friedensfest steht dieses Jahr unter dem Motto "Zusammenhalt". Das Programm umfasst mehr als 70 Veranstaltungen mit vielfältigen Formaten. Die AFI ist als Mitveranstalter an zwei Veranstaltungen beteiligt. Zudem nehmen wir wieder am Kinderfriedensfest teil. Weitere Informationen zum Friedensfest und zum Friedensbüro unter www.friedensstadt-augsburg.de.
Das Programmheft steht als PDF bereit.
Augsburger Friedensfest 2022


Banner Demo Zeitenwende 2.7.22 in Berlin

Am 2. Juli 2022 findet in Berlin eine Friedensdemo für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende statt, zu der die AFI aufruft. Hier der Aufruftext:

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!

Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!

Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung

Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!

Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022, um 14 Uhr, Bebelplatz in Berlin!
NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Weitere Infos unter zivilezeitenwende.de


Augsburger Ostermarsch 2022

Erfolgreicher Ostermarsch für Frieden in der Ukraine

Elf interessante Reden und tolle Musik

Vor dem Klimacamp auf dem Moritzplatz versammelten sich dieses Jahr bis zu 310 Menschen, um für Frieden in der Ukraine und gegen die Aufrüstung zu protestieren. Mit 11 kurzen Reden wurde die Vielfalt der unterstützenden Organisationen gezeigt. Das Regensburger Rockkabarett RUAM sorgt für tolle Musik mit politischen Texten. Die Demonstration mit Unterstützung von Sambamania führte durch die Innenstadt.
Bundesweit haben 118 Ostermärsche stattgefunden. Mehr dazu beim Netzwerk Friedenskooperative: www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2022

Musik von den RUAM
Musik von den RUAM aus Regensburg

41. Augsburger Osteraktion 2022 "Den Krieg in der Ukraine sofort beenden!" - die Videos

Kurz-Version der Kundgebung mit 53 Minuten https://youtu.be/Q0ujSPY9I50 und Lang-Version mit 116 Minuten https://youtu.be/1PusDaqeVJM (Ohne den Beitrag der Roten Jugend Schwaben)

Rede Augsburger Friedensinitiative (AFI) https://youtu.be/eownJ0awp4w               

 

Rede Antimilitaristische Initiative Augsburg https://youtu.be/RsRe0oJHSmg

 

Rede attac Augsburg https://youtu.be/Lzqg0NSIb-4

 

 Rede Chrissie https://youtu.be/3b1XNEUp_tQ

 

Rede DFG-VK Augsburg https://youtu.be/2GYn4dfIhgU

 

Rede Internationalistisches Bündnis https://youtu.be/t7b_0cjHwKU

 

Rede Mennonitengemeinde https://youtu.be/skP9vx9yu3o

 

 Rede pax christi Augsburg https://youtu.be/7vf1e0GHYBs

 

 Rede Umweltgewerkschaft Augsburg https://youtu.be/EWgTPq99nb8

 

Rede VVN-BdA Augsburg https://youtu.be/4bKyFvFqtXQ

Demozug mit Sambamania

Den Demozug begleitete auch dieses Jahr Sambamania.

Ganz viele weitere Fotos von der Kundgebung und dem Demonstrationszug gibt es von Joachim aus Nördlingen auf flickr:
https://www.flickr.com/photos/dr_mabuse/albums/72177720298213237/with/52014429243/
Sie dürfen mit Namensnennung veröffentlicht und weiter verbreitet werden.




Augsburger Ostermarsch 2022

Augsburger Ostermarsch 2022

Kundgebung und Demo am Ostersamstag, 16.04.2022

10.30 Uhr, Hollbau im Annahof
Friedensgebet von Christ*innen und Muslim*innen

Veranstalter: pax christi Augsburg, VIKZ Augsburg – augsburg.paxchristi.de

11.30 Uhr, Moritzplatz
Auftakt-Kundgebung mit Redebeiträgen und Musik von den Ruam aus Regensburg

Der Name Ruam steht für Radau, Unsinn, Anarchie,M ist Marx und Mundart. Das Rockkabarett tritt oft bei Demos und Kundgebungen auf, etwa bei den Aktionen gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz in München. Die Band spielte bereits 2017 und 2019 beim Augsburger Ostermarsch.

Nach der Kundgebung Demonstration durch die Augsburger Innenstadt begleitet von Sambamania (www.sambamania.de)

Aufruf zum Augsburger Ostermarsch 2022

Den Krieg in der Ukraine sofort beenden!

Wir verurteilen den Angriffskrieg Russlands und fordern einen sofortigen Waffenstillstand, den Rückzug der russischen Truppen und die Deeskalation des Konflikts durch Neutralität der Ukraine. Dieser Krieg ist, wie jeder Krieg, ein Verbrechen an der Menschheit. Nichts entschuldigt den Angriff Russlands auf die territoriale Integrität der Ukraine und die brutale Kriegsführung, durch die unzähligen Menschen in der Ukraine unfassbares Leid zugefügt wird. Wir haben in gleicher Weise völkerrechtswidrige Angriffskriege westlicher Länder in den letzten Jahrzehnten verurteilt (Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen). Waffenlieferungen in Kriegsgebiete verlängern den Krieg, unzählige Menschen sterben und Städte werden weiter zerstört. So eskaliert der Nato-Russland-Konflikt und das kann letztendlich zu einem Weltkrieg führen.

Aufrüstung und Machtdemonstration lösen keine Probleme

Die geplante massive militärische Aufrüstung der Bundeswehr und die Beschaffung neuer Waffensysteme, wie bewaffnete Drohnen oder neue Kampfbomber zur nuklearen Teilhabe, helfen den Menschen in der Ukraine nicht. Die Nato ist bereits um ein Vielfaches militärisch stärker als Russland. Eine weitere Überlegenheit schafft weder Sicherheit noch Frieden und verschärft stattdessen die Konfrontation. Das von der Bundesregierung vorgesehene „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung der Bundeswehr lehnen wir ab. Ebenso die dauerhafte Erhöhung der Militärausgaben auf über 2 Prozent des BIP. Diese finanziellen Mittel werden dringend benötigt, um den Klimawandel abzuwenden, die Umstellung auf regenerative Energien zu ermöglichen, sowie die durch die Sanktionen verursachten Belastungen der Bevölkerung abzuschwächen und die sozialen Probleme zu lösen.

Solidarität mit der Bevölkerung

Unsere Solidarität gehört der unter dem Krieg leidenden Bevölkerung in der Ukraine. Wir begrüßen die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in der EU und fordern: gleiches Recht für alle! Eine rassistische Ausgrenzung anderer Flüchtlinge an den Grenzen ist sofort zu stoppen. Wir sind solidarisch mit Organisationen und Menschen auf der ganzen Welt, die ein Ende dieses Krieges fordern. Das gilt ganz besonders für diejenigen, die dafür ihre Sicherheit und Freiheit riskieren, etwa durch gewaltfreien Widerstand in der Ukraine oder durch Proteste in Russland. Alle Menschen auf beiden Seiten, die sich dem Krieg entziehen wollen, sei es als Flüchtlinge oder als Deserteure, sollen in unserem Land einen sicheren Aufenthaltsort finden.  

Deeskalation statt Konfrontation

Die von Präsident Putin ausgesprochene Drohung des Einsatzes von Atomwaffen macht deutlich, dass die Gefahr eines Atomkrieges heute so groß ist wie niemals seit der Kuba-Krise 1962. Eine direkte militärische Unterstützung der Nato führt unweigerlich zu einem Krieg mit Russland und damit zu einem Dritten Weltkrieg. Die seit Jahren forcierte Konfrontationspolitik zwischen der Nato und Russland hat in die Sackgasse geführt. Statt die Konfrontation fortzusetzen, ist eine ernsthafte Sicherheitsstrategie gefordert, die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt, wieder Vertrauen schaffen kann und Basis für eine notwendige Entspannungs- und Abrüstungspolitik wird. Gefahren durch Kriege, Klimawandel, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit können nur gemeinsam angegangen werden.

Der Aufruf zum Ostermarsch wird unterstützt von:
attac-augsburg, Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Augsburg, Internationalistisches Bündnis, Montagsdemo, Öko-Sozial-Projekt, pax christi Augsburg, Rote Jugend Schwaben, Umweltgewerkschaft e.V. - Gruppe Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V.

Das Flugblatt mit dem obenstehenden Aufruf kann hier als A4-Vorlage zum Ausdrucken heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zu den geplanten Ostermärschen bundesweit  beim Netzwerk Friedenskooperative unter: www.ostermarsch.de


Impressionen von der Kundgebung für Frieden in der Ukraine

Video von Channel Welcome

Etwa 330 Menschen sind dem Aufruf der AFI gefolgt und haben am 5.3.2022 auf dem Ulrichsplatz für ein sofortiges Ende des Kriegs in der Ukraine demonstriert. Der Augsburger Online-TV-Kanal Channel Welcome hat Teile der Kundgebung und der Reden in einem Video dokumentiert, das hier zu finden ist. Die Rede von pax christi Augsburg am Anfang der Kundgebung haben wir hier in schriftlicher Form parat. Vielen Dank an das Team von Channel Augsburg und vor allem an alle Menschen, die gemeinsam für Frieden in der Ukraine, einen sofortigen Rückzug der russischen Truppen, gegen Waffenlieferungen und gegen eine weitere Aufrüstung demonstriert haben.

 Channel Welcome


Den Krieg in der Ukraine jetzt sofort beenden!

Den Krieg in der Ukraine jetzt sofort beenden!

Friedenskundgebung am Samstag, 05. März 2022 um 13 Uhr auf dem Ulrichsplatz

Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Dieser Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen.
Auch der von uns seit Jahren kritisierte Konfrontationskurs der NATO gegen Russland und die Waffenlieferungen an die Ukraine legitimieren nicht diese militärische Aggression.
Die Bombardierungen und alle Kriegshandlungen Russlands müssen sofort gestoppt werden. Notwendig sind ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ernsthafte Verhandlungen.
Politische Reaktionen des Westens sollten auf die Wiederaufnahme von Gesprächen gerichtet sein, weiteren Hass und Konfrontation vermeiden und nicht die Bevölkerung Russlands treffen. Deswegen lehnen wir einen Wirtschaftskrieg ab. Dieser trifft im Kern immer die Menschen der jeweiligen Länder. Wir mahnen die NATO, die Europäische Union und die Ukraine zur Besonnenheit. Eine Politik der Konfrontation, die der russischen Aggression militärische Drohgebärden entgegensetzt, heizt die Gefahr an, dass sich der bewaffnete Konflikt zu einem Flächenbrand entwickelt.
Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die sich in der Ukraine und in Russland gewaltfrei gegen den Krieg einsetzen.

Wir rufen auf zur Friedenskundgebung am Samstag, 05. März 2022 um 13 Uhr auf dem Ulrichsplatz

Wir wünschen keine nationalen Flaggen und Symbole. Zudem muss laut dem Auflagenbescheid eine FFP2-Maske getegen werden, falls ein Mindestabstand von 1,5 Metern bei der Kundgebung nicht eingehalten werden kann. Nehmt also bitte eine FFP2-Maske mit!


„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“ Willy Brandt, 3. November 1981


Die Waffen nieder – nein zum Krieg

Eine erste Reaktion zu den aktuellen Ereignissen von Reiner Braun und Willi van Ooyen. Die AFI schließt sich dieser Verurteilung des Angriffs auf die Ukraine und den Forderungen an: Die Gewaltspirale durchbrechen!

Wir verurteilen die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine. Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Die Mitschuld des Westens besonders der USA und der NATO rechtfertigen keinesfalls diese militärische Aggression.

Die Bombardierungen müssen sofort gestoppt werden. Notwendig ist ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ein zurück an den Verhandlungstisch.

Politische Reaktionen des Westens sollten auf die Wiederaufnahme von Gesprächen gerichtet sein, weiteren Hass und Konfrontation vermeiden und nicht die Bevölkerung Russlands treffen. Deswegen lehnen wir Sanktionen ab.

Es gibt keine militärische, sondern nur eine politische Lösung auf der Basis der Prinzipien der gemeinsamen Sicherheit.

Lasst uns gegen den Krieg, für eine Politik der gemeinsamen Sicherheit auf die Straße gehen. Es gibt keine Alternative zu Dialog und Kooperation – gerade jetzt.

Hier geht es zum Aufruf „Friedenspolitik statt Kriegshysterie“ und der zugehörigen Unterschriftensammlung: Nie wieder Krieg! | Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation! (nie-wieder-krieg.org)

JETZT für Frieden auf die Straße gehen!
Alle Infos und Aktivitäten der Friedensbewegung | Netzwerk Friedenskooperative


Verhandeln statt Schießen!

Jetzt unterschreiben - Gemeinsame Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland

Unterschriftenaktion des Netzwerk Friedenskooperative

Petition des Netzwerk Friedenskooperative:
Es droht eine militärische Eskalation des Ukraine-Konflikts. Selbst eine größere Konfrontation zwischen NATO und Russland ist nicht auszuschließen. Substantielle Schritte zur Deeskalation sind dringend nötig, um einen größeren Krieg in Europa abzuwenden. Für Frieden und Abrüstung braucht es dringend einen Neustart der Beziehungen mit Russland und eine neue europäische Sicherheitsstruktur, die Russland mit einbezieht.
Das Gebot der Stunde muss Verhandeln statt Schießen sein!
Hier geht es zum Appell "Gemeinsame Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland" - Jetzt unterzeichnen!



Anti SIKO Demo 2022

Aufruf zum Protest gegen die Münchner „Sicherheitskonferenz“ 2022

Samstag, 19. Februar 2022 - Auftaktkundgebung um 13 Uhr am Stachus

Die Augsburger Friedensinitiative unterstützt den Protest gegen die NATO-Sicherheitskonferenz und den Aufruf des Aktionsbündnisses. Nach dem die Konferenz im vergangegen Jahr als Onlineveranstaltung durchgeführ wurde, treffen sich die Staats- und Regierungschefs, die Politiker*innen, die Spitzenmilitärs und die Rüstungslobbyist*innen diesmal wieder im wieder im Hotel Bayerischer Hof in München. Dagegen protestieren wir in München. Die Fahrt nach München erfolgt mit dem Bayern-Ticket in 5er-Gruppen. Der Zug fährt um 11:39 Uhr ab, Ankunft in München ist um 12:21 Uhr. Wir treffen uns am Samstag, 19.02.2022 um 11 Uhr am Hauptbahnhof in Augsburg, um noch Zeit für die Einteilung in 5er-Gruppen und zum Kauf der Bayern-Tickets zu haben. Die Rückfahrt legt jede 5er-Gruppe selbst fest. Rückfahrmöglichkeiten bestehen um 16:35 (17:19), 17:00 (17:48), 17:34 (18:19), 18:00 (18:48) Uhr. Die Ankunftszeiten in Augsburg stehen in Klammern.
Hier der Aufruf zur Demo, den die AFI mit unterstützt:

STOPPT DEN KRIEGSKURS DER NATO-STAATEN

Afghanistan lehrt aufs Neue: Nie wieder Krieg – war und ist die richtige Losung
Der Krieg der NATO in Afghanistan hat hunderttausenden Menschen das Leben gekostet, ein verwüstetes und verarmtes Land hinterlassen und gleichzeitig den Terrorismus weiter befördert.
Statt die richtigen Konsequenzen zu ziehen und in Zukunft auf Militärinterventionen zu verzichten, fordern führende deutsche und europäische Politiker*innen, die militärischen Fähigkeiten der EU weiter voranzutreiben, um zukünftig – auch unabhängig von den USA – militärisch handlungsfähig zu sein. Auf der kommenden „Münchner Sicherheitskonferenz“ soll das der zentrale Themen-Schwerpunkt sein.

Auf der „Münchner Sicherheitskonferenz“ (SIKO) geht es nicht um Sicherheit
Auf der SIKO, die vom 18. bis 20. Februar 2022 stattfindet, versammeln sich Staats- und Regierungschefs sowie Politiker*innen – vorwiegend aus den NATO-Staaten – mit Spitzenmilitärs, mit Vertreter*innen von Großkonzernen, u.a. der Rüstungsindustrie, und Geheimdiensten.
Ihnen geht es nicht um die Sicherheit der Menschen, weder hier noch anderswo auf der Welt. Ihnen geht es um die Sicherung der strategischen Vormachtstellung westlicher kapitalistischer Staaten und ihrer Konzerne. Die „SIKO“ dient vor allem als Werbeplattform der NATO, aktuell der Strategie 2030, sowie Rechtfertigung der Milliarden Rüstungsausgaben Deutschlands und der EU und ihrer Kriegseinsätze, die sie der Bevölkerung als „Friedensmissionen“ verkaufen.

Die neue Bundesregierung: Neue Farben – alte Politik
Die Militär- und Rüstungsausgaben Deutschlands wurden in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Die neue Ampel-Koalition will entsprechend der "Außenpolitischen Empfehlungen“ der SIKO-Veranstalter diesen Aufrüstungskurs fortzusetzen. Sie will die Militärausgaben weiter erhöhen, bewaffnete Kampfdrohnen für die Bundeswehr anschaffen, an der Stationierung der US-Atomwaffen in Deutschland festhalten und für den Einsatz durch die Bundeswehr, neue Atomwaffen-Trägerflugzeuge für 8 Mrd. Dollar in den USA einkaufen. Zudem soll die militärische Aufrüstung der EU weiter voran getrieben werden.
Die zunehmende Militarisierung Deutschlands und der EU dient nicht dem Frieden, ebenso wenig wie der brandgefährliche Konfrontationskurs, die Kriegsrhetorik und Kriegsmanöver gegen Russland und die VR-China, die jederzeit militärisch eskalieren und zum Krieg zwischen den Atommächten führen können.
Diese Politik der Konfrontation muss beendet werden. Frieden in Europa und auf der Welt kann es nur mit und nicht gegen Russland und China geben. Statt gewaltsamer Durchsetzung von Großmacht- und Vorherrschaftsinteressen, wäre Abrüstung und internationale Zusammenarbeit das Gebot der Stunde.


Wir kämpfen für Abrüstung und eine Politik der Entspannung
Weltweit erreichten die Militärausgaben 2020 die astronomische Summe von 2.000 Mrd. Dollar. Davon entfallen allein 1.100 Mrd. Dollar auf die NATO-Staaten. Das sind 18 mal soviel wie die Ausgaben Russlands und 4 mal soviel wie die Chinas. Ein Bruchteil dieser Milliarden würde ausreichen, um den weltweiten Hunger zu beenden, allen Menschen medizinische Versorgung und den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
Die gegenwärtigen und zukünftigen Krisen können nicht mit immer größeren Waffenarsenalen, nicht durch kapitalistische Konkurrenz und nicht durch Großmachtrivalität gelöst werden.
Für die größte Herausforderung unserer Zeit, die Klimakatastrophe aufzuhalten, sind Investitionen in Billionenhöhe nötig. Doch das dringend benötigte Geld wird für die klimaschädliche militärische Aufrüstung verschleudert. Selbst die völlig unzureichenden Hilfszusagen von jährlich 100 Mrd. $ für die armen Länder des Südens werden nicht eingehalten. So wird das 1,5 Grad Ziel nicht erreicht.

Wir fordern:

  • Abrüsten statt Aufrüsten! Statt Milliarden für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung zu verschleudern, müssen unsere Steuergelder in die Sozialsysteme, das Gesundheits- und Bildungswesen und in den Klimaschutz investiert werden.

  • Wir fordern die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr, den Austritt Deutschlands aus dem NATO-Kriegsbündnis und allen Militärstrukturen der EU. Keine Beteiligung an den Aufrüstungsprojekten der EU. Keine Anschaffung bewaffneter Drohnen.

  • Die deutsche Beihilfe zu völkerrechtswidrigen Angriffskriegen und zum illegalen Drohnenkrieg, der über die US-Airbase Ramstein geführt wird, muss aufhören. Alle US- und NATO-Truppenstützpunkte in Deutschland und alle Kommandozentralen der USA und NATO müssen geschlossen werden.

  • Schluss mit der Beteiligung an der Atomkriegsstrategie der USA. Keine Anschaffung von US-Kampfflugzeugen für den Einsatz der in Deutschland stationierten Atomwaffen. Die Bundesregierung muss dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und die Stationierung der US-Atomwaffen in Büchel aufkündigen.

Deutsche Rüstungsexporte stoppen
Deutschland liegt bei den Rüstungsexporten weltweit auf dem skandalösen vierten Rang. Kunden deutscher Waffenlieferungen sind diktatorische und kriegführende Staaten, darunter der Türkische, der einen blutigen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung führt und völkerrechtswidrig in Nordsyrien einmarschiert ist, um das demokratische, emanzipatorische Projekt in Rojava zu zerschlagen.
Die todbringenden Geschäfte der Waffenhändler und Kriegsprofiteure müssen unterbunden werden, ebenso die Lizenzvergabe und die Verlagerung von Rüstungsfirmen ins Ausland.

Fluchtgründe beseitigen statt Flüchtende bekämpfen
Kriege, Klimawandel, bittere Armut, politische Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen treiben Millionen Menschen zur Flucht. Nur wenige von ihnen erhalten in Deutschland Asyl. Die Bundesregierung ist für die meisten dieser Fluchtgründe mitverantwortlich. Ungerechte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, Sanktionen und Krieg zerstören die Lebensgrundlagen in den Ländern des Globalen Südens. Doch Deutschland und die EU schotten sich ab, treiben Flüchtende unter Missachtung der Menschenrechte illegal zurück, und lassen jedes Jahr Tausende im Mittelmeer ertrinken. Damit dürfen wir uns nicht abfinden.
Schluss mit der ausbeuterischen Wirtschaftspolitik, die Kriege, Armut und Flucht verursachen.Unsere Solidarität gehört den Flüchtenden, insbesondere denen, die vor den Kriegen fliehen, die mit deutschen Waffen geführt werden. Flucht ist kein Verbrechen. Kein Mensch ist illegal.

Jugend braucht Perspektive – nicht Krieg
Die Friedensbewegung und fortschrittliche Jugendverbände protestieren seit Jahren gegen Perspektivlosigkeit und Krieg. Während es immer weniger Arbeitsplatzsicherheit gibt, die Arbeitsbedingungen immer schlechter werden und die Reallöhne sinken, stellt sich die Bundeswehr als attraktiver Arbeitgeber dar und tritt in Schulen, auf Messen und in sozialen Medien auf. Sie lockt mit Technik-Faszination und Studien- und Ausbildungsplätzen. Das muss aufhören! Die Jugend soll nicht im Krieg verheizt werden!
Deshalb fordern wir: Bildung statt Bomben! Kein Werben fürs Sterben! Mehr zivile Ausbildungsplätze und bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen!

Geht mit uns auf die Straße für Abrüstung und gegen Kriegsvorbereitung, für weltweite soziale Gerechtigkeit, für Solidarität mit denen, die vor Krieg, Hunger und der Zerstörung ihrer Heimatländer fliehen, und für einen demokratischen, sozialen und ökologischen Umbau, um die Natur und das Klima zu retten.
Engagiert Euch – werdet aktiv, denn Friedenspolitik, Abrüstung und konsequenten Klimaschutz wird es nur durch wachsenden gesellschaftlichen Druck und eine starke außerparlamentarische Bewegung geben.
Kommt zur Demonstration am Samstag, den 19. Februar 2022
um 13 Uhr in München am Stachus

Weitere Informationen gibt es unter www.sicherheitskonferenz.de.

Internationale Münchner Friedenskonferenz 2022

Münchner Friedenskonferenz

am 18. und 19. Februar 2022, Alter Rathaussaal München und Online

Das inhaltliche Gegenprogramm zur Münchner „Sicherheitskonferenz“ ist die Münchner Friedenskonferenz. Der Pandemie angepasst wird die sie in diesem Jahr an beiden Tagen in einem Hybrid-Format stattfinden: Im Alten Rathaussaal in München und online. Der Trägerkreis der Münchner Friedenskonferenz hat sich verjüngt und wird gestärkt durch Christoph von Lieven, Greenpeace Deutschland, wie auch Dr. Ingrid Pfanzelt und Dr. Josef Raab, IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Arzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.).

Nukleare Abrüstung und eine neue Ostpolitik ohne Feindbilder sind die Schwerpunkte des Internationalen Forums am 18.02.2022 ab 19 Uhr. Am Samstagvormittag findet der Workshop „Zukunftsfähige Systeme gestalten“ (19.02.2022 von 10 – 12 Uhr) mit Peace for Future statt. Mit den MacherInnen von Peace for Future erleben Sie beim diesem Workshop auf praktische Art und Weise die Fähigkeiten und Impulse der jungen Generation zu erkennen und aufzugreifen, um sie für die Gestaltung zukunftsfähiger Systeme einzusetzen. ‘Peace for Future’ ist ein friedenspolitisches Projekt junger Menschen zur Förderung eines zukunftsfähigen Miteinanders, mit den Wurzeln in der Initiative Sicherheit neu denken. Die Expertenrunde am 19.02.2022 ab 19 Uhr mit namhaften Persönlichkeiten der Friedens- und Umweltbewegung beleuchtet die neue Regierungskoalition: „Ist die Ampel friedens- und zukunftsfähig?“

Thomas Rödl, DFG-VK Bayern ist überzeugt, „eine ‚Sicherheitskonferenz‘, die diesen Namen verdient, muss nach unserer Ansicht militärisches Sicherheitsdenken überwinden und auf gemeinsame Sicherheit durch Interessensausgleich und Kooperation setzen.“  Die Internationale Münchner Friedenskonferenz ist die inhaltliche Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz. Für den Paradigmenwechsel ist eine grundlegende Umschichtung von den hohen Militärausgaben zur Finanzierung von ziviler Konflikt- und Krisenbewältigung nötig. Wir brauchen eine neue Denkweise: Orientierung an globaler Gerechtigkeit, am Gemeinwohl für alle Menschen und im Umgang mit den Ressourcen.

Weitere Informationen, das komplette Programm und die Anmeldung unter https://friedenskonferenz.info (Präsenz und Online). Spenden sind sehr erwünscht:  https://friedenskonferenz.info/spenden.


Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

Keine Waffenlieferungen in die Ukraine!

Ein wirkungsvolles Rüstungsexportkontrollgesetz ist nötig

Die Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, an der sich die AFI beteiligt,  fordert ein Rüstungsexportkontrollgesetz, das Waffenlieferungen in Krisen- und Kriegsgebiete verbietet. Hier die Presseerklärung:

„Dieser Konflikt wird nicht militärisch zu lösen sein“, sagte die damalige Kanzlerin Angela Merkel 2016 zum Ukraine-Konflikt und lehnte Waffenlieferungen in das Land ab. Dass bis heute seitens Deutschland kaum Rüstungsgüter an das ukrainische Militär geliefert werden, hat seinen Grund eben genau darin. Die Spannungen in der Ukraine und der Region stehen dem entgegen, wie auch, laut Rüstungsexportberichten der Bundesregierungen, ab 2014 das „Risiko der Abzweigung von Militärtechnologie oder Militärgütern im Käuferland oder der Wiederausfuhr von Militärgütern unter unerwünschten Bedingungen“.
„Von 2018 bis 2021 förderte die Bundesregierung sogar ein Projekt der OSZE in der Ukra­ine, dass das Ziel hatte‚ ‚möglichen Proliferationsrisiken als Folge des bewaffneten Konflikts in der Ostukra­ine rechtzeitig wirkungsvoll zu begegnen‘. Auch vor diesem Hintergrund sind die Forderungen seitens einzelner Mitglieder von CDU/CSU und FDP nach Waffenlieferungen an die Ukraine absolut kontraproduktiv,“ so Christine Hoffmann, Sprecherin der Kampagne und pax christi-Generalsekretärin. 
Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne und Bundessprecher der DFG-VK ergänzt: „Man sollte eigentlich niemandem mehr erklären müssen, dass es Defensiv- oder Verteidigungswaffen nicht gibt, wie sie gefordert werden. Jede Waffe kann immer auch als Unterstützung für einen Angriff genutzt werden. Außerdem stellt sich die Frage: Wann haben mehr Waffen jemals zu Frieden geführt? Allein im Jahr 2021 sind trotz des offiziellen Waffenstillstands und Waffenlieferungen anderer Länder mindestens fünfzig Menschen in dem Konflikt getötet worden. Erfreulicherweise setzt das Grün-geführte Außenministerium auf Verhandlungen, wie jetzt wieder im „Normandieformat“. Wir unterstützen dieses Vorgehen ausdrücklich. Waffenlieferungen würden das „Normandieformat“ aushebeln und Öl ins Feuer gießen.“
„Vor diesem Hintergrund darf auch eine deutsche Reexportgenehmigung für Haubitzen, die Estland aus ehemaligen DDR-Beständen an die Ukraine liefern will, auf keinen Fall erteilt werden. Denn das zweite Minsker Dokument vom 12. Februar 2015 (Minsk II), das weiterhin Grundlage der gegenwärtigen Verhandlungen ist, steht dem entgegen. Darin ist u.a. eine Sicherheitszone von 50 km festgelegt, in der keine Artilleriesysteme über 100mm-Kaliber stationiert sein dürfen. Mit einer Reichweite von 15 km müssten diese Haubitzen jedoch in der Sicherheitszone stationiert werden. Da sie ein Kaliber von 122mm haben, würde die Ukraine damit eindeutig gegen die Minsker Vereinbarung verstoßen“, erläutert Susanne Weipert, die Koordinatorin der Kampagne und fügt hinzu: „In dem seitens der Bundesregierung geplanten Rüstungsexportkontrollgesetz muss eindeutig festgelegt werden, dass Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete nicht genehmigt werden. Sollten sie dennoch stattfinden, muss per Verbandsklage eine richterliche Überprüfung der Gesetzmäßigkeit veranlasst werden können. Nur so kann das Regierungshandeln wirksam kontrolliert werden.“ 



Die AFI wünscht ein glückliches und friedliches Jahr 2022

Wir von der Augsburger Friedensinitiative (AFI) möchten uns bei allen Menschen bedanken,
die zu unseren Veranstaltungen gekommen sind oder teilnehmen wollten,
die bei unseren Aktionen mitgemacht haben oder mitgemacht hätten,
die uns mit Spenden oder auf sonstige Weise unterstützt haben.
Vielen Dank auch an alle Menschen die sich für den Frieden einsetzen - wo auch immer!


2021: Tätigkeitsbericht der AFI

Veranstaltungen und Aktionen:

22.01.2022 Teilnahme am Hissen der Flagge Majors for Peace
27.01.2021 Mitarbeit bei der Erstellung eines Filmes zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (https://www.youtube.com/watch?v=IHsDkQ6vOco&feature=youtu.be)
05.02.2021 Brief an die Augsburger OBin Eva Weber zur Ablehnung des Beschlusses unseres Antrages zum ICAN-Städteappell
17.02.2021 Gespräch mit Augsburger OBin Eva Weber zur Ablehnung des Beschlusses über den ICAN-Städteappell
19.02.2021 Teilnahme an der online Friedenskonferenz in München
03.04.2021 Anmeldung und Organisation des 40. Augsburger Ostermatsches
08.05.2021 Mitarbeit und Redebeitrag bei der Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus
08.07.2021 Teilnahme am Hissen der Flagge „Mayors for Peace“ am Rathausplatz in Augsburg
26.07.2021 Mitarbeit bei der 8. Stolperstein-Verlegung in Augsburg
31.07.2021 Vorträge gehalten bei der Veranstaltung „Auslandseinsätze der Bundeswehr: Fürsorge oder Machtpolitik?“
08.08.2021 Mitarbeit beim Kinderfriedensfest im Botanischen Garten mit Kraniche Falten, Geschicklichkeitsspiel Peace-Zeichen, Friedenssymbole ausmalen, Buttons gestalten
18.08.2021 Redebeitrag bei der Kundgebung "Friedensstadt steht auf: Luftbrücke für Afghanistan jetzt!"
01.09.2021 Mitarbeit und Redebeitrag bei der Antikriegstag-Kundgebung auf dem Moritzplatz
04./05.09.2021 Fahrt zur Menschenkette in Büchel
28.09.2021 Teilnahme an der Ausstellung zu Nazi-Verbrechern in der Halle 116
29.09.2021 Mitveranstalter am Theaterstück „Alles Fleisch“ der Berliner Compagnie
14.10.2021 Mitarbeit bei der 9. Stolperstein-Verlegung in Augsburg
25.10-2021 Mitarbeit bei der 10. Stolperstein-Verlegung in Augsburg
26.10.-26.11.2021 Organisation der 42. Augsburger Friedenswochen
06.11.2021 Vortrag „Bilanz Afghanistan-Krieg“ mit Matin Baraki, musste wegen Corona kurzfristig abgesagt werden
11.11.2021 Vortrag „Fluchtgrund Waffenhandel“ mit Jürgen Grässlin
16.11.2021 Vortrag „Nordafrika und der Nahe Osten mit Andreas Zumach
17.11.2021 Video-Konferenz zur Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2022
26.11.2021 Vortrag „Sicherheit neu denken“ mit Ralf Becker wegen Corona auf 29.07.2022 verschoben
22.12.2021 Unterstützung der Siko-Demo 2022 und alternativen Friedenskonferenz 2022 in München
Monatliche Treffen des AFI-Arbeitsausschusses am 3. Dienstag im Monat zur Koordinierung der Aktivitäten und Vorbereitung der monatlichen AFI-Treffen. Teilweise als Telefon-/Video-Konferenz.
Monatliche AFI-Treffen am 1. Dienstag im Monat mit Videofilmen oder Diskussionen zu aktuellen Themen, Einschätzung zurückliegenden Aktivitäten, Besprechung der geplanten Aktionen, inhaltlichen Themen. Teilweise als Telefon-/Video-Konferenz.
Mitarbeit bei der Initiative Stolperstein für Augsburg und Umgebung
Die AFI-Homepage wurde gepflegt. Auf Facebook wurden Aktivitäten angekündigt und die Kasse verwaltet.


AFI-Treffen im Dezember

Das AFI-Plenum im Dezember findet online statt

 Die Einschränkungen durch die Pandemie zwingen uns leider dazu, das kommende AFI-Plenum am 7. Dezember wieder online durchzuführen. Die VVN-BdA hat uns dafür freundlicherweise eine Zoom-Veranstaltung eingerichtet. Infos zum Zugang und die Einladung mit Tagesordnung auf der Info-Seite.


Nordafrika und der Nahe Osten: Staatszerfall und neue Kriegsgefahr

Nordafrika und der Nahe Osten: Staatszerfall und neue Kriegsgefahr

Jetzt auf Youtube: Veranstaltung mit Andreas Zumach am 16.11. in Augsburg

Die Veranstaltung Nordafrika und der Nahe Osten: Staatszerfall und neue Kriegsgefahr mit Andreas Zumach im Rahmen der 42. Augsburger Friedenswochen und der Afrikanischen Wochen ist jetzt auf Youtube zu sehen. Der Link dazu lautet: https://youtu.be/PR4jiI32Pv8 Veranstalter waren: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg,  pax christi Diözesanverband Augsburg,  Tür an Tür miteinander wohnen und leben e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Kulturamt der Stadt Augsburg.

Ein interessanter und ausführlicher Artikel über die Veranstaltung ist hier in der Neuen Augsburger Rundschau zu finden.


Bundeswehr der Zukunft - Eckpunkte für den kalten Krieg 2.0

Vortrag von Martin Kirsch (IMI Tübingen) am 17.11. in München - jetzt als Video

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Generalinspekteur Zorn haben am 18. Mai 2021 ihre „Eckpunkte für die Bundeswehr der Zukunft“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um nichts weniger als die strategische Neuausrichtung der Bundeswehr und ihrer Führungsstrukturen. Oberste Prämisse ist die Bereitschaft zur sogenannten Landes- und Bündnisverteidigung. Die Bundeswehr soll an der Spitze schlanker und in der Breite schneller, flexibler, dezentraler, eigenverantwortlicher und damit einsatzbereiter werden. In einem Wort: kriegsbereit. Hier der Link zum Video der Veranstaltung im Rahmen der Münchner Friedenswochen, veranstaltet vom Münchner Friedensbündnis: https://youtu.be/cIgXzc9f8Q0.


Fluchtgrund Waffenhandel

Fluchtgrund Waffenhandel

Die Veranstaltung mit Jürgen Grässlin am 11.11. ist jetzt auf Youtube

Die Veranstaltung „Fluchtgrund Waffenhandel“  mit Jürgen Grässlin am 11.11.2021 im Rahmen der 42. Augsburger Friedenswochen und der Afrikanischen Wochen ist jetzt auf Youtube zu sehen. Der Link dazu lautet: https://youtu.be/iW2IyevoWkM
Veranstalter waren: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Tür an Tür miteinander wohnen und leben e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Kulturamt der Stadt Augsburg.

Die Neue Augsburger Rundschau hat hier einen sehr ausführlichen und informativen  Artikel über die Veranstaltung veröffentlicht. Vielen Dank an die Autorin.


Sicherheit neu denken: von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

Update: Die Podiumsdiskussion am Freitag 26.11.2021 fällt aus!

Logo Sicherheit neu denkenDas Szenario "Sicherheit neu denken: Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik" zeigt auf, wie Deutschland analog dem Ausstieg aus der Atom- und Kohleenergie bis zum Jahr 2040 die militärische Aufrüstung überwinden könnte. Es lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 80 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte In-strumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Die Veranstaltung sollte den Abschluss der 42. Augsburger Friedenswochen bilden, muss aber nun angesicht der aktuellen Einschränkungen für Veranstaltungen aufgrund der Pandemie leider ausfallen. Sie soll aber an einem Termin im Sommer 2022 stattfinden.

Auf dem Podium:
Ralf Becker, Evangelische Akademie Baden, Projektkoordinator "Sicherheit neu denken"
Stefanie Wahl, Bundesvorsitzende von Pax Christi
Gunther Nagel,  Militärseelsorger, Militärdekan, Ev. Militärpfarramt München
Moderation:
Prof. Dr. Christoph Weller, Universität Augsburg

Weitere Informationen zum Szenario unter www.sicherheitneudenken.de.

Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI),, Evangelisches Forum Annahof, Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg, Pax Christi, Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg.


Augsburger Friedenswochen 2021

Am 26. Oktober beginnen die 42. Augsburger Friedenswochen - dieses Jahr wieder in Form von Präsenzveranstaltungen. Seit 1980 finden jährlich die Friedenswochen der Augsburger Friedensinitiative (AFI) statt. Dieses Jahr werden vom 26. Oktober bis zum 26. November 11 Veranstaltungen mit Vorträgen und Diskussionen angeboten.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltungen während der diesjährigen Augsburger Friedenswochen bildet das Thema Erinnerungskultur und NS-Geschichte. Weitere Vorträge mit Diskussion befassen sich mit der Bilanz des Afghanistankrieges, dem Waffenhandel als Fluchtgrund sowie mit Nordafrika und dem Nahen Osten. In einer Podiumsdiskussion geht es darum, wie man der militärischen zu einer zivilen Sicherheitspolitik kommen kann.

Zudem sind die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Faschismus am Montag, den 1. November, um 10.30 Uhr auf dem Westfriedhof, und das Ökumenische Friedensgebet auch dieses Jahr wieder Teil der Augsburger Friedenswochen.

Neben der Augsburger Friedensinitiative (AFI) beteiligen sich weitere Augsburger Organisationen an den Friedenswochen. Einige Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung des Projektbüros für Frieden und Interkultur (Kulturamt) der Stadt Augsburg und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof statt. Wir möchten uns bei allen Organisationen bedanken, die mit ihren Veranstaltungen das umfangreiche und anspruchsvolle Programm ermöglichten.

Alle 11 Veranstaltungen der 42. Augsburger Friedenswochen sind in hier im Ansichts-PDF und hier in einem A4-PDF aufgeführt. Die A4-Datei eignet sich zum Ausdrucken und Verteilen. Zudem listen wir die Veranstaltungen auf der Info-Seite auf.
Die meisten in Räumen stattfindenden Veranstaltungen erfordern eine vorherige Anmeldung und bei nicht geimpften oder genesenen TeilnehmerInnen einen aktuellen Corona-Test. Ansonsten gelten in der Regel die üblichen Hygieneregeln für Veranstaltungen, derzeit also leider 2G. Die entsprechenden Links für die Anmeldung sind in den PDFs und der Info-Seite zu finden.

Wir weisen darauf hin, dass unter Umständen Veranstaltungen auf Grund von Auflagen wegen der Covid-19-Pandemie nicht stattfinden können, wie geplant. Falls das der Fall sein sollte, informieren wir hier darüber.

Update:  Die Veranstaltung "Bilanz des Afghanistankrieges", geplant für Sa., 06.11.2021 fällt leider aus.

Update #2: Die Friedenswochen-Veranstaltung „Diagnose Judenhass“ am 23.11.2021 im Augustanasaal muss leider aufgrund der Entwicklung der Pandemie abgesagt werden. Ein Nachholtermin Anfang des kommenden Jahres wird gesucht und rechtzeitig kommuniziert.


Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Kundgebung: Mittwoch 1.9.2021, Moritzplatz Augsburg, 17 Uhr

Nie wieder Krieg1. September: Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen
„Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen“ – mit dieser Propagandalüge eröffnete 1939 der deutsche Faschismus mit dem Überfall auf Polen den militärischen Teil des Zweiten Weltkrieges. Am Ende standen mehr als 60 Millionen Tote, Millionen Verletzte, Witwen und Waisen, sowie riesige Zerstörungen in allen vom Faschismus und japanischen Militarismus beherrschten und okkupierten Ländern. Die historischen Konsequenzen des Jahres 1945 nach der militärischen Zerschlagung des Faschismus und der Befreiung konnte daher nur lauten

„Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Wenn wir heute an den 1. September 1939 erinnern, dann können wir an folgenden Erkenntnissen nicht vorbeigehen: Dieser Krieg war von deutscher Seite der zweite „Griff nach der Weltmacht“. Er scheiterte. Damit endete jedoch nicht das militärische Großmachtstreben.

Aufruf zum 1. September: 1939 – 2021
Kundgebung: Mittwoch 1.9.2021, Moritzplatz Augsburg, 17 Uhr

Große Kriege werden nicht nur mit Aufrüstung und Strategieplanungen vorbereitet. Sie werden auch durch propagandistische „Kriegsgründe“ und Kriegshetze medial in Szene gesetzt, um die anschließende Aggression zu legitimieren. Verstärkt wird wieder eine Konfrontationspolitik gegen Russland und China geführt und das Feindbild beschworen. Wählen wir deshalb keine Parteien, die Rüstungsexporte befürworten, weitere Aufrüstung fordern, Kriegseinsätze der Bundeswehr beschließen und statt auf Deeskalation auf Konfrontation setzen ! Nur gemeinsam kann die Menschheit überleben und die enormen Probleme wie Klimawandel, Flucht, Hunger, Armut und soziale Ungerechtigkeit lösen.

Friedenspolitik bedeutet daher für uns:

  • Alle deutschen militärischen Großmachtträume platzen lassen
  • Jeglicher Kriegspropaganda entgegentreten und auf Völkerverständigung setzen
  • Statt für Kriegsgerät Milliarden zur Bewältigung der Corona-Krise und der Klimakatastrophe einsetzen
  • Rüstungsproduktion auch in Augsburg beenden
  • Alle Atomwaffen aus Deutschland abziehen und vernichten
  • Alle in unserem Land stationierten NATO-Kommandozentralen für weltweite Kriegseinsätze schließen
  • Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden und die Vereinten Nationen als Friedensinstrument stärken
  • Exporte von Groß- und Kleinwaffen stoppen und jede Waffenlieferung in Krisengebiete verbieten
  • Menschen, die wegen Krieg und Zerstörung ihre Heimat verlassen müssen, großzügig aufnehmen

Gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus, Intoleranz und Kriegshetze !“

Die Erinnerung an den 1. September 1939 fordert von allen antifaschistischen, antirassistischen und friedenspolitisch aktiven Menschen, sich gemeinsam und im Sinne internationaler Solidarität gegen jede Form politischer Entwicklungen nach rechts zu engagieren und weltweit dem zunehmenden Militarismus und der wirtschaftlichen Repression entgegenzutreten.

Den Aufruf gibt es hier als PDF zum Download.

Veranstalter: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg in
Kooperation mit Augsburger Friedensinitiative (AFI) und Deutsche
Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Augsburg



Friedensfest 2021

Augsburger Friedensfest 2021

Das Kulturprogramm zum Hohen Augsburger Friedensfest, veranstaltet vom Friedensbüro der Stadt Augsburg, steht dieses Jahr unter den Motto "Fürsorge". Die AFI ist mit einer eigenen Veranstaltung Mit dem Titel "Auslandseinsätze der Bundeswehr: Fürsorge oder Machtpolitik?" vertreten. Zudem beteiligen wir uns an der Friedentafel beim Bürgerhaus Pfersee und am Kinderfriedensfest im Botanischen Garten. Weitere Informationen zum Friedensfest und das komplette Programm online gibt es hier: www.friedensstadt-augsburg.de. Und hier noch der direkte Link zum Programm als PDF.

Auslandseinsätze der Bundeswehr: Fürsorge oder Machtpolitik? 

31. Juli 2021, 19:30 Uhr, Bürgerhaus Pfersee, Stadtberger Str. 17, Augsburg

Die militärischen Einsätze der Bundeswehr werden offiziell mit Argumenten gerechtfertigt, die mit Fürsorge für die dortige Bevölkerung (z. B. Frauenrechte in Afghanistan) oder zur Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechten umschrieben werden können. Sind altruistische Motive oder machtpolitische und wirtschaftliche Interessen die entscheidenden Faktoren für die Einsätze? Die Veranstaltung will die Kriegseinsätze im Kosovo, Afghanistan, Syrien und dem Irak näher beleuchten, behandelt aber ebenso die finanziellen und sozialen Lasten, die Aufrüstung und Rüstungsexporte mit sich bringen.
Einen Flyer zu der Veranstaltung gibt es als PDF zum Download.

Update: Die Friedenstafel im Schlößlepark fällt leider aus
01. August 2021, 10:00 Uhr, Bürgerhaus Pfersee, Stadtberger Str. 17, Augsburg

Weger der schlechten Wetterprognose findet die als Open-Air-Veranstaltung geplante Friedenstafel im Bürgerhaus Pfersee leider nicht statt.

Kinderfriedensfest - Workshop am 8. August im Botanischen Garten

Das Kinderfriedensfest, an dem sich die AFI schon seit einigen Jahren mit einer eigenen Station beteiligt, findet dieses Jahr verteilt auf mehrere Tage in Form von Workshops für Kinder statt. Wir sind am 08.08.2021 im Botanischen Garten zu finden. Es gibt verschiedene Spiele und Bastenaktionen für Kinder - natürlich alles zum Thema Frieden.



Menschenkette gegen Atomwaffen - Sonntag, 5.9.21 in Büchel

Menschen-Kettenreaktion in Büchel

Busfahrt zur Menschenkette am 4. September

Anlässlich der Bundestagswahl im September ruft die Kampagne Atomwaffenfrei zu einer Menschenkette am Fliegerhorst Büchel auf, dem Standort der letzten Atomwaffen in Deutschland. Sie wird am Sonntag, den 5. September 2021 stattfinden. Die Bundesregierung lässt aktuell den Fliegerhorst Büchel für 259 Millionen Euro erneuern, damit dort in den Jahren 2022-24 neue US-Atombomben (Typ 61-12) mit neuen Kampfflugzeugen der Bundeswehr stationiert werden können. Wir fordern von der kommenden Bunderregierung eine sofortige Absage zu dieser geplanten nuklearen Aufrüstung, den Abzug der bisher in Büchel gelagerten Atombomben und den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffen-Verbotsvertrag.
Weitere Infos zu Menschenkette hier bei der Kampagne Atomwaffenfrei und hier beim Netzwerk Friedenskooperative mit Anmeldung zur Menschenkette. Einen Flyer zu Aktion gibt es hier.
Die DFG-VK Bayern plant eine Busfahrt zur Menschenkette von München nach Büchel um die geplante Umzingelung des Atomwaffenstandortes zu verstärken. Der Bus wird auch in Augsburg halten. Die Anmeldefrist für den Bus ist zwar eigentlich schon beendet, aber vielleicht sind noch Plätze verfügbar. Den Flyer mit Infos zu der Fahrt gibt es hier.



Mayors for Paece

Mayors for Peace – Flaggenaktion

Donnerstag, 8. Juli 2021 um 11:30 Uhr auf dem Rathausplatz

Am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und sie appellieren an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. In Augsburg wird die Flagge der „Bürgermeister für den Frieden“ am Donnerstag, 8. Juli 2021 um 11:30 Uhr auf dem Rathausplatz gehisst. Bürgermeisterin Martina Wild wird dabei eine Rede halten. Die AFI wird diese Aktion mit Transparenten unterstützen. Wir würden uns freuen, wenn bei dem Hissen der Flagge viele anwesend wären, um die Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen zu unterstützen.
Die Organisation Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Inzwischen gehören dem Netzwerk für die Abschaffung aller Atomwaffen mehr als 8000 Städte und Gemeinden in 165 Ländern an. Das Hissen der Flagge am 8. Juli soll an ein Rechtgutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996 erinnern, in dem festgestellt wird, dass es eine völkerrechtlich verbindliche Verhandlungspflicht gibt, sich für die vollständige atomare Abrüstung einzusetzen.



STOP G7 – NO TO NATO

Stop G7 - No to NATO

Kundgebung in München am 12. Juni 2021 auf dem Odeonsplatz

Statt bei einer sog. „Sicherheitskonferenz“ in München treffen sich vom 11. bis 13. Juni 2021 die Staats- und Regierungschefs der reichsten und mächtigsten Staaten zum G7-Gipfel in der Carbis Bay im südenglischen Cornwall und am 14. Juni zum NATO-Gipfel in Brüssel. Rund 60 Prozent der weltweiten Militärausgaben von 2 000 Milliarden US-Dollar gehen auf das Konto der NATO und G7-Staaten. Die NATO und G7-Staaten gehören gleichzeitig auch zu den größten Rüstungsexporteuren. Die Kriege, die sie führen, kosten unzählige Menschenleben, verwüsten ganze Regionen und treiben Millionen Menschen in die Flucht, die an den Grenzen der reichen Staaten mit Gewalt aufgehalten werden. Mit der NATO-Agenda 2030, die auf dem Gipfel in Brüssel beschlossen werden wird, soll der gemeinsame Konfrontationskurs gegen Russland und China weiter verschärft werden. Militärische Aufrüstung ist jedoch die absolut falsche Antwort auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. In München findet deshalb am Samstag, 12. Juni 2021 um 14 Uhr auf dem Königsplatz eine Open-Air-Kundgebung statt. Veranstalter ist das Bündnis STOPP G7 / NO TO NATO.

Die AFI hat den Aufruf zu dieser Aktion ebenfalls unterzeichnet. Unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen bitten wir alle, die zu dieser Kundgebung fahren, dies eigenverantwortlich zu organisieren. Eine mögliche Zugverbindung am 12. Juni 2021: Augsburg Hbf ab um 12:30 Uhr, an München Hbf 13:21 Uhr.


Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Faschismus

Samstag, 8. Mai 2021 um 14 Uhr auf dem Rathausplatz in Augsburg

Hier der Aufruf der VVN-BdA Augsburg, der auch von der AFI unterstützt wird:
Am 8. und 9. Mai 1945 wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In  Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstands kämpfer*innen, die vom Tod bedrohten Gefangenen in den Konzentrationslagern und  die geschundenen Zwangsarbeiter*innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die heute leben, verdanken die Grundlagen unserer heutigen Lebensumstände den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die sowjetische Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der antifaschistische Widerstand in Deutschland sowie in der Emigration als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition geleistet hat.
Mehr als 55 Millionen Menschen fielen dem Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid, ihrer Zukunft und ihrem Leben. Die deutsche Wirtschaft, allen voran die Chemie- und Rüstungsindustrie und die Banken, waren die Gewinner von „Arisierung“ und Krieg sowie der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter*innen. Diese Gewinne bildeten mit die Grundlage des „Wirtschaftswunders“ in der BRD, während die Opfer um jede noch so kleine „Entschädigung“ kämpfen mussten – oft vergeblich, wie bis heute die griechischen Opfer der Nazi-Willkür und der fehlenden Verantwortung der BRD-Regierungen. Während in nahezu allen ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern, wie auch in der DDR, der 8. und/oder der 9. Mai gesetzlicher Feiertag wurde, hatte es genau 40 Jahre gedauert, bis ein Präsident der Bundesrepublik an einem 8. Mai von „Befreiung“ gesprochen hat (Richard von Weizsäcker 1985).
Heute, 76 Jahre nach der Befreiung, ist die Forderung „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ aktueller denn je: Die Bundesregierung betreibt eine permanente Hetzpropaganda als Bestandteil einer wachsenden aggressiven Außenpolitik, z.B. gegenüber Russland oder China. Deutschland ist tief in Kriege verwickelt und schreckt nicht davor zurück, autokratisch geführte Staaten wie z.B. die Türkei zu unterstützen und Machthaber wie die kriegsführende saudische Herrscherclique mit umfassenden Waffenexporten zu bedienen. Die deutsche Beteiligung am Morden in der Welt nimmt kein Ende. Ergebnis einer gnadenlosen Politik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten sind gigantische Fluchtbewegungen, die mit unermesslichem Leid für die Flüchtenden einhergehen. Viele Länder schotten sich immer gewaltsamer ab und schicken die Hilfesuchenden in Elend, Folter und Tod zurück. Nicht nur die rechtspopulistische AfD schürt den Hass auf die sozial Benachteiligten und die vor Krieg, Bedrohung und Unterdrückung Geflohenen. Mit der Hilfe der reißerischen Berichterstattung großer meinungsbildender Medien wurde die AfD zur größten Nichtregierungspartei, die mit Faschisten wie Höcke in ihren Reihen und ihrer Demagogie längst das Geschehen im Bundestag mitbestimmt.

Wir fordern:
• Der 8. Mai muss ein gesetzlicher Feiertag werden, an dem der Befreiung vom NS-Regime gedacht wird.
• Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
• Verbot aller faschistischer Organisationen!

Wir treten ein:
• Für eine Welt des Friedens, der internationalen Solidarität und der Völkerverständigung

Der Aufruf zum 8. Mai wird unterstützt von:
VVN-BdA Kreisvereinigung Augsburg, Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, GEW-Augsburg, pax christi Augsburg, Internationalistisches Bündnis Augsburg, MLPD, DIE LINKE KV Augsburg, Frauenstreik Komitee, Antifajugend Augsburg, Offene Antifaschistische Treffen Augsburg

Bei der Kundgebung ist der Mindestabstand von 1,5 Metern und das Tragen  einer Mund-Nasen-Bedeckung einzuhalten.



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Erfolgreicher Ostermarsch trotz Pandemie

Kundgebung auf dem Rathausplatz mit 160 TeilnehmerInnen

Trotz Pandemie fanden in mehr als 100 Städten und Orten Ostermärsche oder andere Friedensaktionen statt. In Augsburg trafen sich am Ostersamstag etwa 160 FriedensfreundInnen auf dem Rathausplatz, um gemeinsam für Frieden, Abrüstung und eine solidarische, ökologische Welt zu demonstrieren (natürlich mit Maske und Abstand). Ein wichtiges Thema auf dem Ostermarsch war natürlich die Diskrepanz zwischen einem kaputtgesparten Gesundheitssystem und den gigantischen Ausgaben für Militär und Rüstung in Deutschland, die nach dem Willen der NATO noch weiter steigen sollen. Hier hat Karl Augart in seiner Rede für die AFI die Hoffnung geäußert, dass die Pandemie tatsächlich einen guten Aspekt mit sich bringen könnte: Finanzminister Olaf Scholz will der Bundeswehr für die kommenden Jahre deutlich weniger Geld für Rüstungsprojekte zuweisen, um so die Kosten der Pandemie besser bewältigen zu können. Prof. Jost Eschenburg von pax christi Augsburg ging in seiner Rede auf die Beziehungen zu Russland ein und plädiert dafür, das Gespräch nicht abreißen zu lassen. Dafür müssten die demütigenden Sanktionen und die indirekte Gewaltdrohung durch militärischen Druck ein Ende haben. Charlotte Lauter vom Klimakamp stellt in ihrer Rede klar, dass es ohne Frieden wird es keine Klimagerechtigkeit geben kann - und ohne Klimagerechtigkeit keinen Frieden. Thomas Hacker von der VVN-BdA Augsburg beschäftigte sich in seinem Redebeitrag mit der so genannten Querdenker-Bewegung und stellte fest, dass der Kampf gegen Verschwörungsmythen und Irrationalismus Friedenspolitik sei.
Für die musikalische Begleitung der Osteraktion sorgten zum Auftakt Sambamania und zwischen den Reden der Münchner Musiker Sam Rasta.
Impressionen vom Ostermarsch 2021 auf dem Augsburger Rathausplatz gibt dieses Video auf Youtube.

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BR24 hat hier über die Ostermärsche in Bayern berichtet, darunter auch über die Aktion in Augsburg. Beim Netzwerk Friedenskooperative gibt es die Seite Ostermarsch.de als Online-Aktion und hier eine Übersichtsseite zu den bundesweiten Ostermärschen mit Aufrufen, Redebeiträgen und Links zu Presseberichten.


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Augsburger Ostermarsch 2021

Samstag, 03.04.2021, 11:30 Uhr, Rathausplatz

Selbst die weltweite Corona-Pandemie hat die Bundesregierung nicht davon abgehalten, ihrem Aufrüstungskurs weiter zu folgen. Am 11.Dezember 2020 beschloss der Bundestag einen Haushaltsplan für 2021, der insgesamt enorme 53 Milliarden Euro für Rüstungsausgaben vorsieht. Fast 47 Milliarden entfallen auf den Einzelplan 14, weitere 6,25 Milliarden sind in anderen Etats versteckt.  Gleichzeitig arbeiten Krankenhäuser und Pflegeheime schon seit Jahren am Limit, da angeblich kein Geld für eine angemessene Bezahlung von Pflegekräften vorhanden ist und daher immer weniger Menschen dort arbeiten wollen oder können. Ein Puma-Schützenpanzer kostet 17,14 Millionen Euro. 200 davon gibt es bei der Bundeswehr bereits, 26 weitere sollen beschafft werden. Mit den dafür nötigen 442 Millionen Euro könnten mehr als 10.000 dringend benötigte Vollzeitstellen in der Intensivpflege geschaffen werden. Stattdessen werden öffentlichkeitswirksam SoldatInnen der Bundeswehr in Gesundheitsämtern und teilweise auch in Krankenhäusern oder Pflegeheimen eingesetzt, was aber die strukturellen Probleme im Gesundheitssystem nicht behebt, sondern eher der Imagepflege der Armee dient. Für neue Eurofighter-Kampfflugzeuge will die große Koalition fast 1,25 Milliarden Euro ausgeben, während gleichzeitig bei Corona-Beihilfen für Soloselbstständige, MinijobberInnen oder andere Menschen ohne Lobby gespart wird. Doch der NATO und damit auch der Bundesregierung reicht die Höhe der Rüstungsausgaben immer noch nicht: Sie sollen auf zwei Prozent des Brutto-inlandsprodukts (BIP) steigen. Das klingt erst mal harmlos, bedeutet aber, dass die deutschen Militärausgaben in den kommenden Jahren auf mehr als 80 Milliarden Euro steigen sollen – mehr als die Russlands. Weltweit werden fast zwei Billionen US-Dollar für Rüstung und Militär ausgegeben, davon gehen allein etwa 1,035 Billionen auf das Konto der NATO-Mitglieder.  Gleichzeitig müssen etwa zwei Milliarden Menschen von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben. Dieser Umstand ist unerträglich und darf sich nicht so nicht fortsetzen.

Ökologischer Umbau statt Rüstung und Krieg

Die Corona-Krise hat fundamentale Probleme wie Klimawandel oder Umweltzerstörung in den Hintergrund gedrängt. Mit zu den Verursachern zählt das Militär als einer der größten Verbraucher von fossilen Brennstoffen. So verbraucht etwa ein Eurofighter etwa 70 – 100 Liter Kerosin pro Minute und ein Leopard-2-Panzer im Gelände etwa 530 Liter Diesel auf 100 km. Daher sind die Großmanöver der NATO, Russlands oder Chinas nicht nur gefährliche Machtdemonstrationen, sondern auch noch Gift für das Klima.
Eine Aufgabe des Militärs besteht darin, die ungerechte und klimaschädliche Weltwirtschaftsordnung zu zementieren, etwa durch die Kontrolle von Rohstoffquellen oder Handelswegen. Unter ihren Folgen, wie etwa Dürre oder Überschwemmungen, leiden vor allem die Menschen im globalen Süden. Wird die Klimakatastrophe nicht abgewendet, dann verschärfen sich Konflikte und Kriege um Ressourcen wie Ackerböden oder sauberes Wasser, die Überflutung der Küstenregionen wird Millionen von Menschen zur Flucht zwingen.
Statt durch Abrüstung mehr Geld für die Entwicklung von Umwelttechnologien bereitzustellen und gleichzeitig eine weltweite soziale und ökologische Wende einzuleiten, pumpt der Westen unter der Führung der USA immer noch mehr Geld in Waffen und Militär und schiebt damit gleichzeitig eine weltweite Rüstungsspirale weiter an. Dieser Politik müssen Friedens- und Umweltbewegung gemeinsam entgegentreten.
Atomwaffen abschaffen
Mit der Kündigung des INF-Vertrags haben die USA den atomaren Rüstungswettlauf verschärft. Die NATO arbeitet daran, mit neuen Atomwaffen und dem Ausbau von Raketenabwehrsystemen einen Atomkrieg gewinnbar zu machen, Russland will diese Systeme mit Hyperschallraketen überwinden. Das und die wachsenden Spannungen zwischen den Großmächten erhöht die Gefahr eines Atomkriegs, der nicht nur die Menschheit auslöschen, sondern auch das Ökosystem unseres Planeten irreparabel beschädigen würde. Die Mehrheit der Menschen weltweit und inzwischen auch der Staaten in der UN ist für die Abschaffung der Atomwaffen. Der im Juli 2017 von 122 der 193 Mitgliedsstaaten angenommene Atomwaffenverbotsvertrag wurde inzwischen von 50 Staaten ratifiziert und ist damit seit Januar bindendes Völkerrecht. Das ist auch ein Erfolg der weltweiten Friedensbewegung. Die International Campaign to Abolish Nuclear weapons (ICAN) wurde 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Allerdings haben alle Atommächte sowie fast alle NATO-Staaten, darunter auch Deutschland, die Verhandlungen boykottiert. Wir fordern von der Bundesregierung und dem Bundestag die Unterzeichnung und Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags. Damit würden auch die in Büchel stationierten US-Atombomben verschwinden.

Gemeinsam für Frieden und Abrüstung

Die Augsburger Friedensinitiative ist seit vierzig Jahren ein Teil der weltweiten Friedensbewegung. Wir setzen uns für eine friedliche, solidarische und ökologische Welt ein. Unterstützen Sie unsere Forderungen nach:
•    Abrüstung statt Aufrüstung und eine drastische Kürzung des Militäretats
•    dem Verbot von Waffen- und Rüstungsexporten
•    dem Rückzug aller BundeswehrsoldatInnen und -Soldaten aus den Auslandseinsätzen
•    dem Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
•    dem Austritt Deutschlands aus der NATO und den Militärstrukturen der EU
•    der Auflösung aller US- und NATO-Militärstützpunkte in Deutschland
•    Frieden in Europa und einem Ende des Konfrontationskurses gegen Russland
•    einem gerechten, sozialen und nachhaltigem Wirtschaftssystem in Deutschland und weltweit
•    einer Welt ohne Militär und somit auch der Abschaffung der Bundeswehr

Wir wollen am Ostersamstag, den 03.04.2021 diesen Forderungen mit dem Augsburger Ostermarsch Nachdruck verleihen

Der Ostermarsch findet dieses Jahr ab 11:30 Uhr in Form einer Kundgebung auf dem Rathausplatz statt. Damit können wir auch die geforderten Abstände von mindestens 1,5 Meter zwischen TeilnehmerInnen einhalten. Zudem muss eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Auf den Demozug verzichten wir dieses Jahr, da hier die Abstände schwierig einzuhalten wären.
Bei der Kundgebung gibt es Redebeiträge von Karl Augart (AFI), Charlotte Lauter (Klimacamp), Prof. Jost Eschenburg (pax christi) und der VVN-BdA. Der Münchner Musiker Sam Rasta wird eine Mischung aus Folk, Reggae Blues und Rock mit gesellschaftskritischen Texten spielen. Zwischen den Reden werden Gedichte und Zitate bekannter Persönlichkeiten vorgetragen.
Das Flugblatt mit dem obenstehenden Aufruf kann hier als Ansichts-PDF und als A4-Vorlage zum Ausdrucken heruntergeladen werden.

Wichtiger Hinweis; Als Teil des Ostermarschs war ursprünglich um 10:30 Uhr ein Friedensgebet von Christ*innen und Muslim*innen geplant und ist auch im PDF angekündigt. Das Friedensgebet findet nicht statt. Weitere Infos auf augsburg.paxchristi.de.

Achtsam demonstrieren: Ostermärsche finden auch 2021 statt

Der neueste Beschluss der Bund-Länder-Konferenz vom 22. März 2021 hat bei vielen Friedensbewegten für große Irritationen gesorgt. Das Netzwerk Friedenskooperative sieht die Ostermärsche nicht von den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz betroffen. Der Beschluss sieht vor, „Ansammlungen im öffentlichen Raum“ zu untersagen. Bei Ostermärschen handelt es sich hingegen um „Versammlungen“ im Sinne des grundgesetzlich verbürgten Versammlungsrechtes. Das Land NRW zum Beispiel hat dies bereits ausdrücklich in seiner neuen Landesverordnung klargestellt. Die Planungen der Ostermärsche können ungeachtet des jüngsten Beschlusses fortgesetzt werden, auch wenn ggf. mit weiteren Hygiene-Auflagen für die Kundgebungen und Demonstrationen zu rechnen ist.

„Die Friedensbewegung wird auch 2021 ein kraftvolles Zeichen für Frieden und Abrüstung setzen. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie sollte sich die Regierung aber fragen, ob es in den vergangenen Jahren nicht massive Fehlinvestitionen gab, wenn es um ‚unsere Sicherheit‘ ging. Statt die Rüstungsausgaben weiter zu steigern, muss endlich in zivile Bereiche wie den Gesundheits- und Pflegesektor investiert werden!“, erklärt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.

Informationsangebot zu den Ostermärschen 2021

2021 finden wieder in zahlreichen Städten Ostermarschaktivitäten statt. Aktuell listet das Netzwerk Friedenskooperative mehr als 90 Ostermarsch-Termine in seinem Terminkalender. Die ersten Veranstaltungen zu Ostern finden in diesem Jahr am kommenden Samstag, den 27. März, in Regensburg und Potsdam statt. Alle Ostermarsch-Termine hat das Netzwerk Friedenskooperative auf seiner Website veröffentlicht unter:
www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch

Unter www.ostermarsch.de hat das Netzwerk Friedenskooperative zudem eine Aktionsseite gestartet, auf der sich Aktive in einem virtuellen Friedenszeichen in Form eines Fotos verewigen und sich so für Frieden und Abrüstung einsetzen. 



Friedenskonferenz und SIKO-Demo in München

Friedenskonferenz virtuell und Demo auf dem Marienplatz am 20.02.21

Die sogenannte Sicherheitskonferenz, die für den 19./20. Feb. 2021 in München geplant war, wurde coronabedingt verschoben. Die „SIKO“ findet erst später statt, da Konferenzleiter Ischinger die Hinterzimmergespräche nicht missen möchte.

Weltweite Drohnenmorde, wachsende Atomkriegsgefahr oder der neue kalte Krieg gegen Russland und die VR China sind aber das tägliche Programm der NATO-Staaten.
Heute ist Widerstand gegen die NATO-Kriegspolitik wichtiger denn je, nicht nur an den Tagen,
während die Herrschenden im Bayerischen Hof tagen.

Deshalb wird die Münchner Friedensbewegung an diesem Termin mit ihren Forderungen auf die Straße gehen und gegen die Kriegspolitik der NATO demonstrieren.

Kommt am Samstag, 20. Februar um 14 Uhr zur Antikriegs-Kundgebung auf dem Marienplatz.

Anschließend ziehen wir zum Promenadeplatz vor das Hotel Bayerischer Hof, dem traditionellen Versammlungsort der sog. Sicherheitskonferenz. Abschlusskundgebung um 15 Uhr (mit Abstand und Maske!).

Unsere Forderungen finden Sie im Aufruf zu den Protesten gegen die SIKO 2021 unter.
www.antisiko.de/aufruf-2021/ und: www.sicherheitskonferenz.de/
Veranstalter:  Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz



Am 19.02.findet als virtuelle Veranstaltung die Münchner Friedenskonferenz statt. Die Friedensakademie am Nachmittag des 19.2.2021 widmet sich dem Szenario „Sicherheit neu denken“.
Am Abend des 19.2.2021 diskutieren im Friedensforum „Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie“ Andreas Zumach, Miryam Rapior und Stefan Maaß, Moderation: Andrea Behm.
Weitere Infos unter
Friedenskonferenz München, derLivestream und die Aufzeichnung sind hier auf Youtube zu finden.

CSU verhindert Unterzeichung  des ICAN-Stätdteappells durch Augsburg

Pressemitteilung von Claudia Roth

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen – ICAN setzt sich für ein weltweites vertragliches Verbot von Atomwaffen ein und war maßgeblich beteiligt am Entstehen des UN-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen. ICAN ruft weltweit Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Große Städte in Asien, Europa, Nordamerika und Australien sowie über 100 Städte und Landkreise in Deutschland haben den Appell schon unterzeichnet. Die Friedensstadt Augsburg hatte heute im Kommunalparlament die Möglichkeit, diesen ICAN-Städteappell zu unterstützen, dies wurde jedoch u.a. durch die Stimmen der CSU von der Tagesordnung genommen.
 
Dazu erklärt Claudia Roth, Augsburger Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:
„Es ist den Zielen und Werten unserer Friedensstadt Augsburg unwürdig, wenn es nicht gelingt, im höchsten kommunalen Gremium der Stadt Augsburg den ICAN-Städteappell zu unterstützten. Unabhängig von Parteizugehörigkeiten haben weit über einhundert andere Städte und Landkreise dieses wichtige Zeichen für die Abschaffung von Atomwaffen beschlossen.
ICAN hat für ihr Engagement für eine atomwaffenfreie Welt den Friedensnobelpreis 2017 gewonnen. Wer, wenn nicht die Friedensstadt Augsburg, sollte dieses Engagement unterstützen? Ich appelliere an die Mitglieder der Augsburger Stadtratsfraktionen und an den Augsburger Parteivorsitzenden der CSU, ihren Widerstand gegen einen Stadtratsbeschluss zur ICAN-Erklärung aufzugeben. Die überwältigende Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen lehnt Massenvernichtungswaffen ab. Atomwaffen sind eine besonders bedrohliche Form von Massenvernichtungswaffen, von denen insbesondere die Städte betroffen sind, sind sie doch im Ernstfall die primären Ziele eines atomaren Angriffs. Auch daher sollte es die Aufgabe der Städte sein, die Bundesregierung aufzufordern, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten und an die humanitären Folgen des Einsatzes von Atomwaffen für ihre Bürger*innen zu erinnern.
Als Bundestagsabgeordnete habe ich die ICAN-Erklärung für Parlamentarierinnen und Parlamentarier unterzeichnet. Die Annahme des UN-Vertrags für ein Verbot von Atomwaffen am 7. Juli 2017 in den Vereinten Nationen war ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung einer atomwaffenfreien Welt. Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen und mit dem humanitären Völkerrecht nicht vereinbar. Die atomare Aufrüstung in der Zeit des Kalten Krieges haben es bewiesen: Atomwaffen bringen keine Sicherheit – sie sind selbst das größte Risiko. Wir werden auch in Zukunft dafür werben, dass weitere Länder, darunter Deutschland, diesen bahnbrechenden Vertrag unterzeichnen und ratifizieren und genau darauf soll der ICAN-Städteappell hinwirken. Die Abschaffung von Atomwaffen ist ein wesentlicher Schritt zur Förderung von Frieden und der Sicherheit aller Völker. Diese Forderung stünde auch der Friedensstadt Augsburg gut zu Gesicht.“

Zum Hintergrund: Die AFI hatte Anfang Oktober 2020 gemeinsam mit pax chrisi und der DFG-VK einen Brief an die OB Eva Weber geschickt und sie sowie den Stadtrat  gerbeten, den ICAN-Städteappell zu unterzeichnen. Die AFI  fordert die Augsburger CSU auf, die Blockade gegen eine Stadtratsentscheidung aufzugeben.

Bild: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Augsburg begrüßt Atomwaffenverbotsvertrag

Erklärung der Stadt zum Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags

Seit Freitag, 22. Januar 2021, ist der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft, der Atomwaffen völkerrechtlich ächtet und verbietet.
Die Organisation „Mayors for Peace“, ein von der japanischen Stadt Hiroshima geführtes, weltweites Städtebündnis mit rund 8.000 Mitgliedern begrüßt das Inkrafttreten des Vertrages. Als Zeichen ihrer Unterstützung für dieses besondere Ereignis hissten etliche der 700 im Städtebündnis organisierten deutsche Mitgliedsstädte die „Mayors for Peace“ Flagge. Die wurde auch in Augsburg gehisst. Denn Städte mit wichtiger Infrastruktur und hoher Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als vorrangige Ziele im Falle eines nuklearen Angriffs.
Nuklearwaffenstaaten kündigen Vereinbarungen zur Abrüstung
Noch immer verfügen die Atommächte über rund 13.400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren die Nuklearwaffenstaaten massiv in die Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale. Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung – wie der INF-Vertrag – wurden aufgekündigt, ohne dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten ist. Oberbürgermeisterin Eva Weber: „Als Mitgliedsstadt der „Mayors for Peace“ begrüßen wir ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu Global Zero, einer Welt ohne Atomwaffen. Aus der Geschichte kennen wir die katastrophalen Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen, deswegen sollte dringend eine neue Debatte über nukleare Abrüstung auf nationaler Ebene geführt werden. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten.“
https://www.augsburg.de/aktuelles-aus-der-stadt/detail/mayors-for-peace-augsburg-begruesst-atomwaffenverbotsvertrag 


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Der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ist in Kraft getreten

Heute, am 22.1.2021 tritt das  UN-Abkommen zum Verbot von Atomwaffen in Kraft. Im Juli 2017 haben 122 der 193 Mitgliedsstaaten den Vertrag beschlossen, der den den Unterzeichnern verbietet, Atomwaffen zu entwickeln, sie zu besitzen, zu testen, einzusetzen, mit ihrem Einsatz zu drohen oder die Atomwaffen anderer Staaten auf dem eigenen Territorium zu lagern. Auch die Unterstützung dieser Aktivitäten in anderen Ländern ist untersagt. Die acht Atomwaffenstaaten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Indien und Pakistan haben nicht unterschrieben. Auch sämtliche  NATO-Mitglieder, darunter Deutschland, lehnen den Pakt ab. Trotzdem ist der Atomwaffenverbotsvertrag ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Weg,  da mit ihm die Mehrzahl der Staaten die Massenmordwaffen als  Verstoß gegen das Völkerrecht ächten. Die Auswirkungen einer Atombombenexplosion über einer Stadt illustriert dieser Beitrag in Spektrum der Wissenschaft mit einem Video.

Die Bundesregierung stellt sich mit dem Argument gegen den Vertrag, er würde den Atomwaffensperrvertrag schwächen, plant aber gleichzeitig die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge, mit denen deutsche Piloten US-amerikanische Atombomben abwürfen würden. Weitere Informationen geben zwei sehr gute Beiträge von Andreas Zumach in der taz und von Kathrin Vogler auf Freiheitsliebe.de.

Das Bündnis Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden), dem sich auch die Stadt Augsburg angeschlossen hat, unterstützt den Atomwaffenverbotsvertrag. Viele Städte, darunter auch Augsburg, hissen daher heute die Flagge der Mayors für Peace, um damit den Vertrag zu unterstützen.
Einen Überblick über vielen die Aktionen anlässlich des Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags gibt die Seite nuclearban.de, die ICAN Deutschland eingerichtet hat. Die weltweite Kampagne ICAN, an der auch viele deutsche Organisationen beteiligt sind, wurde 2017 mit dem Friedesnobelpreis ausgezeichnet.

 


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